Stern über Bethlehem
Evangelische Kirchengemeinde Hilden/ Rheinland – Erlöserkirche

Die Große Weihnachtskrippe

Anschauliche Heilsgeschichte, Glaubensbotschaft, tiefe Symbolik und liebevolle Details

Der Geburtsort Jesu':

Krippenbauer bewegt immer wieder die Frage, ob denn ein Stall oder eine Höhle der Geburtsort des Jesuskindes war. Aber es gibt keine authentischen Zeitzeugen-Berichte! Was die Bibel bietet, sind Glaubensgeschichten in Bildsprache, gefüllt mit Poesie und Einbeziehung der Schriften des Alten Testaments. Nur Lukas erzählt von Jesu‘ Geburt und er fasst sich kurz: Und sie gebar ihren ersten Sohn, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. (Luk. 2,7)

Viele Gepflogenheiten und Umstände des täglichen Lebens setzten die Autoren einfach voraus und sie werden nicht erwähnt. Als die Geschichten weitergetragen wurden, auch in weit entfernte Regionen, folgerte man aus der Aussage eine andere Situation. Das Kind liegt also in einer Futterkrippe…, Wenn das Vieh in diesen von Palästina weit entfernten Regionen einen eigenen Stall hatte, verlagerte sich der Geburtsort wie selbstverständlich vom Einraum-Haus in den Viehstall. (siehe auch: Szenen unser Krippe – Stall)

Die überlieferte Geschichte lässt viel Fantasie zu, um den beabsichtigten Aspekten Gewicht zu verleihen. Es gibt viele verschiedene Darstellungen, je nach Entstehungsort und –Zeit: Bemooste Grotten, Felshöhlen, Ruinen, Fachwerkhäuser, Toreinfahrt zum Gasthaus, Heustadel, Verschläge als Schlupfwinkel…

Maler und Bildhauer verlegen gerne das Geburtsereignis in eine Höhle. Das Urwissen der Menschheit sagt, das das Leben und das Heilige aus dem Verborgenen entspringen. Die Höhle ist der Schoß des Lebens. Eine Höhlengeburt käme der Topografie Bethlehems nahe. Häuser mit unterirdischen Stallhöhlen gibt es viele am Rande der Wüste Juda. In dem bei Matthäus erwähnten Haus mag der Raum der Geburt im abschüssigen Berghang gelegen haben, nach Osten, dem Hirtenfeld zugewandt, unterhalb der Häuser der Bürger, Handwerker und Bauern. Wie auch immer in der Szene eingebettet: Christus ist in menschlicher Umgebung, aber im "ganz unten" geboren worden.